KSV Köllerbach bezwingt die RG Hausen-Zell klar mit 29:3

Die „Englische Woche“ mit drei Kämpfen innerhalb von acht Tagen hat der Ringer-Bundesligist KSV Köllerbach erfolgreich hinter sich gebracht. Nach den siegreichen Lokalderbys gegen Heusweiler und Hüttigweiler folgte am Samstag, 05. Oktober, ein weiterer Erfolg in der heimischen Kyllberghalle gegen die RG Hausen-Zell. Und mit 29:3 fiel der Sieg der Saarländer gegen das Team aus dem Schwarzwald in der Tat richtig hoch aus. Das lag aber in erster Linie daran, dass Köllerbachs Teamleiter Thomas Geid zum dritten Mal hintereinander seine beste Vorrunden-Truppe aufbot, während die Gäste nicht gerade mit „voller Kapelle“ zur Sache gingen. So vermissten die Zuschauer in der Kyllberhalle bei den Gästen insbesondere den Rumänen Virgil Munteanu, der als Ex-Köllerbacher immer noch ein hohes Standing bei dem saarländischen Bundesligisten genießt. Dazu kam auch noch, dass die RG Hausen-Zell nur mit neun Mann in Köllerbach antrat. So war die leichteste Gewichtsklasse bis 57 kg leider bei den Gästen nicht besetzt, sodass Köllerbachs ukrainisches Freistil-Ass Andrii Yatsenko die maximalen vier Siegzähler kampflos bereits an der Waage einstrich. So ging es dann erst im zweiten Kampf des Abends mit dem Schwergewicht bis 130 kg auf der Matte richtig los. Aber da hatte der KSV wieder seinen aktuellen WM-Dritten Heiki Nabi aus Estland zur Stelle, der Ex-Vizeweltmeister Oliver Hassler von der RG mit 6:0 Punkten sicher im Griff hatte.

In der Gewichtsklasse bis 61 kg (griechisch-römische Stilart) stieß Köllerbachs deutscher Juniorenmeister Steven Ecker bei Gäste-Ringer Michael Denner auf keinerlei Gegenwehr. So war der Kampf exakt nach 61 Sekunden beendet, weil der Köllerbacher mit 16:0 Punkten technisch überlegen war. In der Klasse bis 98 kg musste sich Köllerbachs rumänischer Neuzugang Nicolai Ceban mit Adrian Recorean auf der Matte messen. Freistil-Spezialist Ceban war gegen seinen RG-Kontrahenten Recorean in allen Belangen klar im Vorteil. So verbuchte der Ex-Nendinger mit 8:0 Punkten seinen zweiten Sieg für den KSV Köllerbach in dieser neuen Runde.

Dann kam es in der Klasse bis 66 kg (Freistil) zu einem wirklich sehenswerten Kampf zwischen dem deutschen Vize-Meister Valentin Seimetz (Köllerbach) und dem deutschen Juniorenmeister Leon Gerstenberger (Hausen-Zell). Obwohl der Saarländer nach der ersten Runde mit 0:2 Punkten zurücklag, ließ sich „Valle“ nicht unterkriegen. Und im zweiten Kampfabschnitt drehte der KSV-Ringer wieder mächtig auf und ging folgerichtig als stolzer 6:3-Punktsieger von der Matte. Nach diesen insgesamt fünf Kämpfen wurde vor der Pause bereits ein 15:0 für den KSV Köllerbach notiert.

Weiter ging es dann nach der Pause mit der Klasse bis 86 kg (griechisch-römisch). Hier standen sich für Köllerbach Pajtim Sefaj und für Hausen-Zell der dreifache deutsche Einzelmeister Florian Neumaier gegenüber. Sefaj lag nach den ersten drei Minuten mit 1:0 Punkten knapp vorne, konnte dann aber im zweiten Kampfabschnitt den stürmischen Attacken von Neumaier nichts mehr entgegensetzen. Der Ringer der RG Hausen-Zell gewann das Gefecht schließlich mit 9:1 nach Punkten.

In der Klasse bis 71 kg duellierten sich die beiden Greco-Ringer Marc-Antonio von Tugginer (Köllerbach) und Florian Gabriel Trifan (Hausen-Zell). Der Saarländer kämpfte wie entfesselt und lud Trifan auf das Durchdreher-Karussell ein. Nach knapp drei Minuten war der aktionsreiche Fight dann schon wieder vorbei. Marc-Antonio von Tugginer stand mit 19:4 als technisch überlegener Punktsieger fest und wurde von den Zuschauern stürmisch gefeiert. Danach kam es in der Klasse bis 80 kg zum Auftritt des Freistil-Spezialisten Miroslav Kirov (KSV), der den deutschen Vizemeister Arkadiusz Böhm (RG) auf Herz und Nieren prüfte. Der Bulgare, der in den Diensten des KSV Köllerbach steht, spielte an diesem Abend einmal mehr seine hohe Freistil-Kunst genial aus und bezwang den Gästeringer der RG Hausen-Zell deutlich mit 11:0 nach Punkten.

In der Klasse bis 75 kg A bekam es der unverwüstliche Köllerbacher Freistil-Spezialist Andrij Shyyka mit dem rumänischen RG-Spitzenringer Ivan Guidea zu tun. Der Gästeringer stellte sich selbstlos in den Dienst seiner Mannschaft und rückte ganze zwei Gewichtsklassen hoch. Dort stand er dann aber gegen einen pausenlos angreifenden Andrij Shyyka auf gänzlich verlorenem Posten. Der amtierende deutsche Meister des saarländischen Ringer-Bundesligisten sorgte in gewohnt souveräner Manier für einen 9:0-Punktsieg.

Den zehnten und letzten Kampf des Abends bestritten schließlich die beiden Greco-Spezialisten Timo Badusch (KSV) und Heiner Schmittel (RG). Der Köllerbacher Kapitän und Publikumsliebling ließ sich nicht lange bitten und punktete gegen seinen völlig überforderten Kontrahenten aus dem Schwarzwald ohne Unterlass. Die Zuschauer waren zu Recht begeistert und feuerten „ihren“ Timo lautstark an. Doch die Greco-Show des Köllerbacher Spitzenringers dauerte leider nur gut zwei Minuten. Danach stand ein 15:0 auf dem Punktezettel des Saarländers und Mattenleiter Karl-Peter Schmitt (Rimbach/Hessen) erklärte Timo Badusch zum viel umjubelten Punktsieger wegen technischer Überlegenheit.

Am nächsten Samstag 12. Oktober, tritt der Ringer-Bundesligist KSV Köllerbach um 19.30 Uhr zum Auswärtskampf bei der RKG Freiburg 2000 an.

KSV Köllerbach & Klaus Konstroffer