Red Devils: Deftiges 0:23 in Burghausen

Nun hat es also auch die RED DEVILS erwischt! Nachdem es für die Ringer aus der Käthchenstadt seit dem Bundesliga-Aufstieg vor zweieinhalb Jahren stetig bergauf gegangen war, setzte es am Samstagabend zum ersten Mal eine richtig deftige Niederlage. In der Neuauflage des letztjährigen Finales unterlag man beim Titelverteidiger SV Wacker Burghausen mit 0:23 und blieb damit erstmals in seiner noch jungen Bundesliga-Geschichte ohne Punkte.

Schon als beim Wiegen eine Dreiviertelstunde vor Beginn nur neun Mann der RED DEVILS parat gestanden waren, schien der Traum von der Finalrevanche geplatzt. In der Freistil-Klasse bis 80 Kilogramm blieb die Waage leer.

Headcoach Patric Nuding erklärt den Grund dafür: „Khusey Suyunchev war von dem Kampf gegen Greiz angeschlagen und wir wollten nicht riskieren, dass er womöglich länger ausfällt. Ähnlich war es bei Eduard Popp, der nach der WM platt ist und gegen Greiz schon auf der letzten Rille daher kam. Wir konnten dennoch kurzfristig mit vier ausländischen Ringern antreten – jedoch hat uns die 28-Punkte-Regel keinen Spielraum für einen zehnten Ringer gelassen. Die einzige Alternative wäre ein Nachwuchsmann gewesen, doch hatte unsere zweite Mannschaft parallel einen Kampf in der Landesklasse. Wir wollten weder unsere Zweite schwächen noch einen jungen Athleten gegen einen der besten Bundesliga-Ringer der letzten Jahre verheizen.“

Und tatsächlich schickten die RED DEVILS, abgesehen von der offensichtlichen Lücke, ein starkes Team auf die Matte. „Unsere vier ausländischen Ringer Levan Metreveli, Sebastian Kolompar, George Bucur und Haydar Yavuz gelten gegen jedes andere Team in der Liga als Siegringer. Burghausen ist aber so stark besetzt, dass alle vier trotz guter Leistungen ihre Kämpfe verloren haben“, so Patric Nuding.

Blickt man auf die einzelnen Ergebnisse, wurden die Kämpfe, abgesehen von der eingeplanten Niederlage von André Timofeev, trotz des niederschmetternden 0:23 lange Zeit offen geführt. George Bucur hatte eine halbe Minute vor dem Ende noch gegen den dreifachen Europameister Cengizhan Erdogan geführt, Marius Braun gab mit einer erneut starken Leistung nur einen Punkt gegen den EM-Zweiten Roland Schwarz ab. „Hätten wir in zwei, drei Kämpfen vier Punkte abgegeben, hätten wir tatsächlich Einiges in Frage stellen müssen. Aber so kann ich keinem einen Vorwurf machen. Die Jungs haben alle ihr Bestes gegeben“, sagte der Headcoach nach dem Kampf. „Dass dann am Ende eine so deftige Schlappe auf dem Papier steht, schaut für uns natürlich nicht gut aus und ich verstehe die Enttäuschung der Fans. Letztendlich haben wir aber nur einen Kampf verloren und zwei Punkte abgegeben.“

Schon am nächsten Samstag haben die RED DEVILS die Chance sich zu rehabilitieren, wenn um 19.30 Uhr der SV Johannis Nürnberg in der Römerhalle gastiert.

Auch für die zweite Mannschaft der RED DEVILS gab es am Samstag in der Landesklasse Württemberg nichts zu holen. Beim bis dato punktgleichen SV Ebersbach II unterlag man mit 12:24. Zwar holten Edward Gerner, Stefan Kamockij und Erik Obert allesamt Überlegenheitssiege, doch gingen die anderen Kämpfe an den Gegner.